MCM 70 Modellbahn Club Mainz MCM 70
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Modelleisenbahner freuen sich auf die Geburtstagsausstellungen

Gründung erfolgte vor 40 Jahren standesgemäß in der Bahnhofskneipe – Anlage mit mehr als 500 Metern Gleisen

Artikel in der Mainzer Rheinzeitung zu 40. Clubgeburtstag vom 13.10.2010

-13.10.2010-

Mainz. Vom Gleis 9 ¾ startet in jedem Band Harry Potter mit dem Hogwarts-Express in neue Abenteuer. Auf eine fantastische Reise in eine fremde Welt geht es aber auch am Mainzer Hauptbahnhof. Dort befindet sich ein unscheinbarer alter Waggon der früheren Reichsbahn. Im Inneren bietet sich auf mehreren Ebenen die kleine Welt der Modellbahnfreunde des MCM 70 – im Maßstab H0. 40 Jahre gibt es den Verein schon, dem dieser Geburtstag Grund genug ist, zu zwei großen Ausstellungen einzuladen.

Alles begann im Dezember 1970 in der Mainzer Bahnhofsgaststätte. Sieben begeisterte Modelleisenbahner des Bahnsozialwerks(BSW) hatten sich dort getroffen, um den Modellbahnclub (MCM) Mainz 70 zu gründen. Mit dabei: Josef Stumm. Er feierte vor kurzem seinen 80. Geburtstag, ist nach wie vor im MCM aktiv, wie auch Karl Nassau, Herbert Freitag und Peter Stein. Zu Beginn der 70er-Jahre schien die Modelleisenbahn-Szene regelrecht zu boomen, binnen eines Jahres kamen 14 neue Mitglieder hinzu. Besonders stolz ist der heutige Vorsitzende Detlef Walpert darauf, dass sich – wenn auch recht zögerlich – Nachwuchs einstellt. Der elfjährige Jonathan und Dominic (20) sind die jüngsten Neuzugänge. Residiert wird standesgemäß in einem ausrangierten Bahnwaggon. Diesen hatte man auf dem Darmstädter Bahnhof aufgetan. Darin sollte die Modellanlage des Clubs aufgebaut werden. Zunächst bekam der Club ein Domizil im Güterbahnhof. Das Beste daran: Der Waggon blieb mobil. Da die Gruppe stets gute Kontakte zu den Fahrdienstleitungsmeistereien in Mainz und Alzey pflegte, war es ein leichtes, mit dem Waggon Ausflüge zu den Ausstellungen nach Bischofsheim oder Wiesbaden zu unternehmen. Zum Teil reisten die Mainzer Modellbahner bis Koblenz, Kaiserslautern oder nach Erbach in den Odenwald. Dabei erwies es sich als durchaus praktisch, dass einige Mitglieder selbst diverse Loks fahren konnten. Mit den Ausflügen ist inzwischen freilich Schluss. Nach mehreren Umzügen fand der Waggon inzwischen seinen Stellplatz im Mainzer Hauptbahnhof, gut erreichbar, etwa für die Mainzer Ferienkinder, die seit 1982 regelmäßig bei den Modelleisenbahnern vorbeisehen und immer wieder große Augen machten. Was auch kein Wunder ist, denn die Anlage ist wirklich beeindruckend. Nur noch ein schmaler Gang ist frei, damit die Eisenbahner um die Anlage rangieren können. Ansonsten ist der zur Verfügung stehende Raum des Waggons intensiv genutzt.

Fast 500 Meter Gleise liegen in dem weiten Oval, das sich mehrgleisig über mehrere Ebenen schlängelt. Ein Tel der Gleise verläuft sogar „unterirdisch“, also unter der Platte im so genannten Schattenbahnhof. Viele Lokomotiven- von der großen Dampflok bis zur Diesel- oder E-Lok – aus allen Epochen stehen zur Verfügung. „Bis zu 15 könnten gleichzeitig fahren“ sagt Detlef Walpert, der Vorsitzende des Vereins. Sie fahren durch eine Landschaft, die deutlich an das Mittelrheintal erinnert – und ständig im Wandel ist. Und die nächste Neuerung steht an: die Wandlung von analoge auf digitale Steuerung zurzeit ist der Club noch damit beschäftigt den Markt zu sondieren.

Der Geburtstag des MCM soll im Herbst noch gefeiert werden, mit zwei großen Aufstellungen, die sich Eisenbahnfreunde, speziell die der kleineren Sorte, nicht entgehen lassen sollten. Die erste ist am Samstag und Sonntag, 27. und 28. November, die zweite 14 Tage später, am 11. und 12. Dezember im Waggon im HBF. Dann wird auch der Jubiläumswagen zum Verkauf angeboten. (noe)



Artikel in der Mainzer Rheinmzeitung zum

40. Clubgeburtstag vom 13.10.2010

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